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Letzter Streckenabschnitt Der Weg bis zum Bahnhof El Chorro

Letzter Streckenabschnitt Der Weg bis zum Bahnhof El Chorro

Der letzte Streckenabschnitt geht über einen 2,1 km langen Weg bergab. An diesem Streckenabschnitt treffen wir auf:

 

Das Phänomen von El Chorro Der Rückweg bis nach El Chorro (2,1 km bergab)

Der Rückweg (2,1 km) geht über einen kleinen Abschnitt mit Treppenstufen, danach geht es wieder bergab bis auf ein kleines Areal oder einen Treffpunkt, wo eine Informationstafel uns über die geologischen Beschaffenheit der Gegend aufklärt und sich eine Wasserleitung befindet, die vom Aquädukt bis zum Wasserkraftwerk hinabläuft. Von hier aus geht es weiter bergab um den Majada de la Cebolleta Hügel herum, auf dem sich ein Eisenkreuz befindet. Wanderer, die bis zum Aussichtspunkt gehen, legen einen Stein hier ab. Wir folgen dem Weg bergab, bis wir an einen alten Eukalyptusbaum kommen, dessen Stamm durch die Rohre gewachsen ist, die von einem groβen Wasserbecken auf unserer linken Seite in Richtung des Aussichtspunkts zum alten Wasserkraftwerk El Chorro bergab verliefen.

Cuesta de salida del Caminito del Rey. Álora

 

Auf dem Weg bis zum Kreuz und zum Aussichtspunkt hat man wunderschöne Aussichten über die Felswände am Schluchteingang, den Stausee, die Hochebene von Villaverde und das Dorf El Chorro. Der Name El Chorro leitet sich von einem spektakulären Phänomen ab, dass durch die starken Regenfälle des Hinterlandes der Region und dem Zusammenfließens der drei Flüsse hervorgerufen wird. Dieser einzigartige gewaltige Flusslauf floss in die Schlucht bis er mit großer Kraft in einem riesigen Wasserstrahl (Chorro) herausbrach.

 

Der Los Albercones Viadukt

Weiter bergab findet man auf der rechten Seite, halb versteckt, ein seltsames dreistöckiges Gebäude mit einer Steinfassade, rechteckigen Fenstern und einem Satteldach mit grünen Glasdachziegeln, das mit seiner architektonischen Einfachheit und Sensibilität besticht. Ende der zwanziger Jahre erbaut, wurde das Wohnhaus des Ingenieurs Rafael Benjumea auch dafür genutzt, die Arbeiten am Wasserkraftwerk von hier aus zu leiten.

Senda de salida. El Chorro. Casa del ingeniero

 

Ein Stück weiter unten, in einer geschlossenen Höhle, sollte man nach oben schauen, um dort den Los Albercones Viadukt (auch Josefona Brücke oder Brunnenbrücke genannt) zu erblicken. Dieses besondere Bauwerk wurde 1926 aus Stein und Beton errichtet und ersetzte die ursprüngliche Metallbrücke (oder die „Große Eisenbrücke“) von 1865. Der Viadukt verbindet die Talsohle zwischen den Los Castilones Felsen über einen großen Bogen, der von vielen kleinen Bogen gestützt wird und damit das Gewicht des Bauwerks reduziert.

Auf alten Fotografien kann man erkennen, dass sich das Haus des Ingenieurs sehr weit oberhalb des Wasserkraftwerks befand. Von hier aus hatte man eine privilegierte Aussicht über den ganzen Stausee, die Wasserleitungen, die vom Wasserspeicher hinab liefen und dem Dorf El Chorro. Nachdem das Wasserkraftwerk und seine Brücke für den La Encantada Stausee zerstört wurden, befindet es sich heute auf der gleichen Höhe wie das Dorf.

El ferrocarril visto desde el Caminito del Rey restaurado

 

Das alte Dorf von El Chorro

Geht man weiter bergab bis fast auf die Höhe des Stausees, kommt man an einen Weg mit Bäumen und einem Bürgersteig, der direkt an der Schulkapelle oder Ermita de la Medalla de la Milagrosa vorbeiführt. Über ihre Buttertreppen (die ihren Namen aufgrund ihrer wellenartigen Form bekamen, die an Butter erinnert) erreichen wir zunächst die Informationstafeln über die Fauna und Flora der Gegend und kommen danach wir an einen kleinen Platz, wo sich zwei große Steinbänke befinden, auf denen man sich im Schatten einen Augenblick ausruhen kann und dabei die Informationen lesen oder sich das Mosaik der Schutzheiligen ansehen kann. Von den Informationstafeln führt eine Zufahrtsrampe zu einem Areal, das oberhalb der Kapelle liegt. Hier wurde ein Palmenwald zu einem Aussichtspunkt umgebaut und von den Bänken aus kann man den Tajo de la Encantada Stausee bewundern. Die Schulkapelle wurde neben anderen Gebäuden des Dorfes von Rafael Benjumea für die Kinder der Techniker und Bauarbeiter, und später für die Arbeiter des Wasserkraftwerks El Chorro gebaut, um diese hier zu unterrichten. Auf dieser zweiten Ebene kann man noch immer alte Gebäude und - weiter oben - die Höhlenhäuser erkennen.

Senda de salida. El Chorro. Ermita Escuela

 

Der Bau der Talsperre und des Wasserkraftwerks schuf Arbeitsplätze für El Chorro und führte zu einem Bevölkerungsanstieg und zum Bau neuer Gebäude und anderen Anlagen. Viele der Gebäude, die von Rafael Benjumea gebaut wurden, kombinieren Funktionalität, Ästhetik und Harmonie miteinander, dort wo auch Grünanlagen nicht fehlten. Neben der Kapelle wurde dem Dorf auch eine Schule (Colegio de la Medalla Milagrosa) mit einer Bibliothek und sogar Tennis- und Basketballplätzen gestiftet. Die Arbeiten mussten den Strom nicht bezahlen.

 

Die Abgabestelle der Helme (am Ende der Strecke)

Die Abgabestelle der Sicherheitshelme ist das Ende des Caminito del Rey. Sie befindet sich auf einem Gelände mit Parkplätzen direkt neben der Jugendherberge bzw. Campingplatz. Hier wurde auch ein neues Tourismusbüro eröffnet, das zur Stadtverwaltung von Álora gehört und zusätzliche Informationen zum Wanderweg oder Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung (Sehenswürdigkeiten, archäologische Fundstätten, Aussichtspunkte, Wanderwege, etc.) für die Besucher bereithält. Außerdem helfen die Mitarbeiter bei allen Fragen zu Öffnungszeiten, Unterkünften und bei der Wahl des richtigen Restaurants.

Mit der Abgabe des Sicherheitshelms ist der Besuch des Caminito del Reys beendet und damit schließt sich der Kreis von Natur und Geschichte, der an der Talsperre des Stausees Graf des Guadalhorce (Ardales) begann, wo das Wasser der Flüsse gestaut wurde, am Bahnhof von El Chorro (Álora) an seinem höchsten Punkt war und die Turbinen das über 8 Kilometer entlang herabstürzende Wasser in Elektrizität verwandelten.

Caseta entrega de cascos del Caminito del Rey. Álora

 

Der Bahnhof El Chorro und die Tunnel

Der Bahnhof El Chorro direkt neben der Haltestelle für den Shuttlebus wurde auf einem großen Podium mit einem Satteldach gebaut und neben der klassischen Bahnhofsuhr gibt es hier auch ein Schutzgeländer, damit die Fahrgäste sich den Bahnschienen nähern zu können. Die alten Wassertanks, Schilder und Eingänge zu den Tunneln bilden ein Postkartenmotiv aus der Vergangenheit. Bei dem Bau der Bahnlinie Málaga-Córdoba, stießen die Architekten auf das Dorf El Chorro mit seiner kleinen Haltestelle, das damals noch von der Welt abgeschottet war und sich perfekt als Bahnhof eignete. Die Bahnverbindung der beiden Städte (192 km) wurde trotz ihrer schwierigen geografischen Beschaffenheit (17 Tunnel, 8 Viadukte und 19 Brücken) nach nur 5 Jahren 1865 fertiggestellt. Die Strecke zwischen El Chorro und Málaga wurde zweimal pro Tag (morgens und nachmittags) befahren. Trotz der Tatsache, dass die Züge auf kurvigen Streckenabschnitten nur 30 und sonst nur 40 km pro Stunde fahren konnten, dauerte die Reise von Álora nach Málaga nur 59 Minuten.

Heute ist die Schnellzugstrecke (AVE) Córdoba - Málaga 155 km lang und hat 19 Viadukte (der längste davon mehr als 11 km lang) und 8 Tunnel (25 km), die sich alle zwischen Antequera und Málaga befinden. Die Tunnel von Abdalajís sind die längsten in Andalusien (7,3 km). Sie durchqueren parallel die Gebirge Sierra del Valle de Abdalajís und Sierra de Huma und wurden 2006, nach nur einem Monat mit der Arbeit der 110 Meter langen Tunnelbohrmaschine La Alcazaba fertiggestellt. Der Viadukt Arroyo de las Piedras ist der höchste der Bahnstrecke (93,4 m) und mit 1.208 Metern gleichzeitig auch einer der längsten.

Apeadero del ferrocarril de la Barriada de El Chorro, Álora

 

Auf der rechten Seite des Bahnhofs oder der Haltestelle „El Chorro - Caminito del Rey“, wie er aktuell heißt, kann man sehen, wie sich die enormen Felswände steil nach oben erheben, wie z. B. die Pedrera de los Castillones. Die Gegend ist weltweit bei Kletterern aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades und seit 2014 auch als Austragungsort der Spanischen Klettermeisterschaften sehr beliebt.

Bicicleta en Estación ferrocarril El Chorro Caminito