Esta web utiliza cookies para obtener datos anónimos de acceso. Si continúas navegando, consideramos que aceptas nuestra política de cookies.

×

Erste Schlucht Gaitanejo Schlucht

Erste Schlucht Gaitanejo Schlucht

Nachdem wir einen kurzen Sandweg und den Eingang passiert haben, beginnt hier die erste der zwei Schluchten, durch die dieser Wanderweg führt, die Gaitanjeo Schlucht. Wir befinden uns hier in einer nur 10 Meter breiten Schlucht, am Anfang des ersten Klettersteiges. An diesem Streckenabschnitt treffen wir auf:

 

Kreisförmiger Aussichtspunkt, Gedenktafeln und der erste Klettersteig aus Holz (an Kilometerpunkt 0 bis zum Rückweg)

Ein paar Meter weiter befindet sich eine Informationstafel über die „Geschichte des Caminito del Rey“ sowie der Eingang zu den ersten Klettersteigen und der ersten Schlucht oder Cañon der Strecke. Man stellt schnell fest, dass diese sehr eng (nur knapp 10 Meter zwischen den Felswänden) hoch und tief ist, und man ist bereits zu Beginn der Strecke schwer beeindruckt von den hohen Kalksteinwänden. Dies wird jedoch nicht die einzige Überraschung bleiben, die den Besucher noch erwartet. Der Abschnitt beginnt mit einem kleinen runden Aussichtspunkt und einer Verbreiterung des Weges. Hier wurden kleine Gedenktafeln angebracht und, weiter unten, befinden sich Steintreppen, die fast bis zum Fluss hinab führen. Ein Stück weiter trifft man schon auf den Klettersteig, der aus Holzbalken (15 cm breit und 5 cm dick) besteht, die einzeln angepasst wurden und jeweils nach 50 Metern eine Markierung haben, die die zurückgelegten Meter anzeigt. Bei den einjährigen Bauarbeiten zur Restaurierung des Caminito wurden insgesamt 19939 Meter Holz, 29725 Schrauben und 3075 Eisenbeschläge oder Bolzen verwendet.

Wussten Sie, dass das Datum auf der Gedenktafel des Caminito falsch ist? Auf der Gedenktafel aus Marmor steht: „Der restaurierte Caminito del Rey wurde am 26. März 2015 eingeweiht...“ In Wirklichkeit fand die Einweihung aber zwei Tage später, am 28. März statt. Die Einweihung wurde damals aufgrund des Flugzeugabsturzes einer Germanwingsmaschine von Barcelona nach Düsseldorf mit 150 Passagieren an Bord verschoben. Alle Insassen kamen ums Leben und es herrschte eine dreitägige Staatstrauer, während der öffentliche Feierlichkeiten verboten waren. Die Gedenktafel war jedoch schon fertiggestellt und wurde so gelassen. Darüber befindet sich eine weitere von 1921, die an den Ingenieur Rafael Benjumea y Burín, Graf des Gudalhorce, erinnern, der dieses Bauwerk entworfen hat.

Bei den aktuellen Klettersteigen handelt es sich bereits um die dritten, die hier im Laufe der Zeit angebracht wurden. Die ersten wurden errichtet, damit die Arbeiter, die Wartungsarbeiten am Kanal ausführen mussten, durch die Schlucht diesen schnell erreichen konnten. Dabei handelte es sich um in den Felsen geschlagene Stahlstreben, auf denen dicke Bretter angebracht wurden. Zwischen den herausragenden Streben wurde eine Kordel gespannt und diente so als Geländer. Diese Klettersteige wurden nur in dieser ersten Schlucht gebaut und genutzt bis sie schließlich überflutet wurden. 1920 wurden sie durch die höher angebrachten Balkönchen (Los Balconcillos) ersetzt, bei denen Bahnschienen (Kragstein und Streben), als Stützbalken in die Felswände eingelassen wurden. Darauf errichtete man dann einen kleinen Bogen aus Ziegelstein und Zement. Der Klettersteig wurde mit Beton, Pilastern, Geländerohren und einem bogenförmigen Träger fertiggestellt..

Torno. Puerta Norte. Panel Inforamativo. Caminito del Rey. Ardales

 

Die Marmitas oder Cambutas (nach 50 Meter der Gesamtstrecke)s)

Einer der spektakulärsten Aspekte der Gaitanejo Schlucht ist zweifelsfrei die durch Erosion geschaffene Gesteinsformation. Ein Beweis dafür ist der Komplex von kleinen Höhlen, Schluchten oder natürlichen Aushöhlungen, die Marmitas oder Cambutas, die sich oberhalb der Felswände oder am Ende der Schlucht aufgrund des Erosionsprozesses durch das kontinuierliche Herauswaschen des Kalksteins durch das Flusswasser bilden. Diese Cambutas (Aushöhlungen) kommen besonders zahlreich in den ersten zwei Schluchten (Gaitanejo und Tajo de las Palomas) vor. Ein privilegierter Ort, um ein paar Momente die Schlucht zu bewundern, befindet sich an der Stelle, wo der schmale Klettersteig breiter zu einem halbkreisförmigen Platz mit einem Geländer wird, fast wie ein kleiner Aussichtspunkt, von dem aus man ohne Gefahr nach unten blicken kann.

Dabei ist festzuhalten, dass der Fluss die Grenze der Gemeindebezirke von Antequera (Felswände, an denen die Bahnstrecke verläuft) und Ardales (Felswände, an denen der Caminito del Rey gebaut wurde) über die gesamte Strecke der Schluchten und Cañons ist.

In dieser Gegend kann man schnell entdecken, was vom zweiten Klettersteig aus Zement und den Bahnschienen übrig geblieben ist. Wer nach oben schaut, kann auch die Überreste der alten Stromleitungen zwischen El Chorro und der Talsperre Conde des Guadalhorce erkennen.

El Caminito del Rey: Restauración

 

Die Überreste der alten Stromversorgung (Stromisolatoren) und Streben (nach 100 m der Gesamtstrecke)

Folgt man dem Klettersteig, sollte man auf jeden Fall nach oben schauen, wo man die Verankerungen im u-förmigen Felsen, die für die nächtliche Beleuchtung der alten Klettersteige benutzt wurde. An den Klettersteigen am Ende der Strecke sind sogar noch Isolatoren aus Glas und Porzellan erhalten geblieben. Weiterhin sind dem Betrachter bestimmt auch schon eisernen Verankerungen „Streben“ des alten Klettersteiges aufgefallen, die aus den Pilastern des Geländers nach oben verlaufen und sich biegen, bis sie wieder in der Wand verankert sind. Die Abfolge dieser Verankerungen, die man an keiner anderen Stelle der Strecke sehen kann, erinnert stark an die typischen durchgehenden Balkone in Málaga im 18. Jahrhundert. Es gibt einige Stimmen, die behaupten, dass diese Abfolge ein kleines Augenzwinkern von Rafael Benjumea ist, der seine Arbeiten mit feinen architektonischen Details versehen wollte.

Am Ende dieser ersten Schlucht, bevor man den Ort von Soto (Lugar de Soto) betritt, kann man unterhalb der heutigen Klettersteige die Überreste der ersten Metallstruktur erkennen, die man bei den Arbeiten am Kanal benutzte (Stahlbalken, Bretter und Seile). Diese wurde nach einer Überschwemmung von einer anderen, höher liegenden, den Balkönchen (Los Balconcillos) ersetzt, die dann wiederum, nach dem Besuch des Königs, in Caminito del Rey umbenannt wurde. Diese zweite Struktur besteht aus Stahl, Ziegelstein und Zement. Für den Weg bergab, zwischen den beiden ersten Abschnitten der Klettersteige wurde ebenfalls Zement benutzt.

Vestigios del antiguo tendido eléctrico. Jícaras Desfiladero de Gaitanejo