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Zwei Zugänge: Wanderweg und Gaitanejo Sandweg

Zwei Zugänge: Wanderweg und Gaitanejo Sandweg

Als Zugangsbereich verstehen wir das Gelände, von dem aus wir die zwei Zugangswege von der Bushaltestelle gegenüber vom El Kiosko Restaurant bis zum Besucherzentrum und Kontrollhäuschen betreten. Hier werden die Eintrittskarten kontrolliert und die Besucher bekommen einen Helm und Anweisungen vom Personal, was auf dem Klettersteig erlaubt und verboten ist.

Zugang 1: Teil des großen Tunnels am Restaurant El Kiosko. Dieser Weg führt über den Gaitanejo Wanderweg.

Zugang 2: Über den kleinen Fußgängertunnel und den Gaitanejo Wanderweg. Von hier aus geht man durch den Tunnel und über die Tafonisbrücke.

Von beiden Wegen kann man den Gotischen Bogen erkennen.

 

Zugang 1 Gaitanejo Wanderweg (2,7 km der Gesamtstrecke)

Man gelangt über den Großen Tunnel neben dem Restaurant El Kiosko auf diesen Wanderweg, der über einen schmalen, von Latschenkiefern umsäumten 2,7 km langen Weg führt. Die Kiefern wurden hier angepflanzt, um dem Boden mehr Halt zu geben und der Auflandung der Stauseen entgegenzuwirken. Am Ausgang stößt man auf die Informationstafel „Caminito del Rey“ und erblickt kurze Zeit später das alte Gobantes Wasserkraftwerk, bei dem es sich um das erste Speicherkraftwerk Spaniens handelt, und dann der große Überlauf des Guadalteba Stausees (mit 4 Öffnungen von 11 Metern). Ein Stück weiter macht der Weg eine Biegung und man trifft auf einige Überreste der typischen Gaitanejo Höhlenhäuser. Im Farraya-Haus sind noch einige Räume erhalten (Innenhof, Ofen und Lagerräume). Danach führt der Weg bergab bis auf die Höhe des Flussbettes. Man geht auf der rechten Flussseite entlang, mitten durch die typische Ufervegetation, und stößt auf eine besondere geologische Gesteinsformation, den sogenannten Tafoni, hier auch bekannt unter dem Namen Gotischer Bogen (Arco Gótico), sowie einen Platz mit einer Informationstafel über den Flussabschnitt im Gaitanejo Gebiet (Tramo del Río Guadalhorce en Gaitanejo). Der Weg endet einige Meter weiter am Kontrollhäuschen, dem Nordeingang des Caminito del Reys, am alten Unterwerk und der Gaitanejo Talsperre, dem Beginn des offiziellen Weges.

Restaurante El Kiosko. Túnel

Das heute verlassene Farruya/Farraya Haus konnte mit großer Leichtigkeit in den Sandstein gehauen werden. Die Neigung der Felswand wurde für das Dach benutzt. Bis heute sind noch die Zimmer und Nischen sichtbar, wo man die Dachbalken einsetzte, sowie der Lagerraum und die Feuerstelle, etc. Einige dieser Häuser, die in der Umgebung verteilt sind, stammen noch aus dem Mittelalter und wurden noch bis in die siebziger Jahre von den Arbeitern der Wasserkraftwerke benutzt. Die Eröffnung des Caminito verbesserte dann die Verbindung und Versorgung zwischen den Bewohnern dieser Häuser und denen aus El Chorro. Einige von ihnen zogen sogar in das Dorf am Stausee.

Wenn man diesem Wanderweg gefolgt ist, ist man flussabwärts auf der rechten Uferseite des Guadalhorce Flusses entlanggegangen, die von Binsengewächsen, Schilf, Echtem Oleander und Tamarisken sowie einigen Pappeln und Holunder bewachsen ist. Weiterhin kann man auch einige Wasservögel beobachten, darunter zum Beispiel der Kormoran, den Fischreiher oder den Seidensänger. Das Wasser in den Stauseen hat auch zu der Entstehung von Fischkolonien beigetragen, die jedoch von dem Bewässerungssystem der Talsperren abhängig sind. Neben anderen Fischarten kann man hier normalerweise Barben, Gelbstriemenbrassen, Karpfen, Karauschen, Forellenbarsche und Seezungen entdecken.

Casa de Ferraya. Zona de acceso a El Caminito del Rey por senda de Gaitanejo

 

Zugang 2: Fußgängertunnel und Gaitanejo Wanderweg (1,5 km der Gesamtstrecke)

Die Strecke ab dem Fußgängertunnel, der sich 200 m vor dem Restaurant El Kiosko befindet, ermöglicht eine Abkürzung (1,5 km/ca. 25 Minuten). Dieser Tunnel, der tiefer (150 m) und enger als der vorherige ist, führt auch bis zu einem schmalen Wanderweg und geht dann in den Gaitanejo Wanderweg über, der an einer Nebenstraße der Landstraße auf der Höhe des Restaurant El Mirador beginnt. Von hier aus geht es bergauf zum Aussichtspunkt der Stauseen (Mirador de los Embalses) und bergab bis zur Gaitanejo Talsperre. Der Sandweg, der nur von Fahrzeugen mit spezieller Genehmigung und solchen für Wartungsarbeiten zugelassen ist, führt am Ende zu einem bequemen Abstieg, bei dem man wunderschöne Aussichten über das türkisblaue Wasser des Stausees hat. Die Aussicht von der Kurve auf die runde Silhouette des Gotischen Bogens oder der Tafoni unterscheidet sich vom Wanderweg des Großen Tunnels (auf Höhe des Flussbettes). Der Sandweg geht weiter bergab bis er durch den Tunnel und die Tafonisbrücke, mit ihren natürlichen Aushöhlungen führt. Hier befindet man sich schon in der Nähe des Unterwerks und der Gaitanejo Talsperre, wo sich das Kontrollhäuschen und der Nordeingang des Caminito del Rey befinden, zugleich Beginn des offiziellen Wanderweges.

Für Wanderliebhaber empfiehlt es sich diese wunderschöne Landschaft zwischen März und April zu besuchen, in der Blütezeit der Latschenkiefern, Sade- und Eukalyptusbäumen, Weiden und Eschen. Man kann verschiedene Vögel, darunter den Hausrotschwanz, den Wandervogel, den Habichtsadler sowie den Aasgeier mit einer gesamten Kolonie beobachten, nicht zu vergessen auch das Vorkommen von Eisvögeln, Kormoranen, Seiden- und Fischreihern. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man häufig verschiedene Säugetiere, wie Bergziegen, Füchse, Wildschweine (eher wahrscheinlich im Hoyo Tal) und mit viel Glück auch einige Otter sehen. In dieser Gegend kommen außerdem Reptilien, wie Mauereidechsen, Nattern und Eidechsen vor.

Tunel-acceso al camino hacie el Caminito-del-Rey

 

Ein geologisches Highlight: Der „Gotische Bogen“

Das fälschlicherweise als Gotischer Bogen getaufte Monument gehört mit seiner kreisförmigen Form gar nicht zu diesem Architekturstil. Das Ergebnis eines natürlichen Erdrisses zeichnet sich auf einer Sandsteinwand ab und gehört zweifelsfrei zu einer der einzigartigsten Erosionsformen der Gegend. In Wirklichkeit handelt es sich um Tafoni oder eine wabenförmige Gesteinsformation, die durch die das Zusammenpressen des Tons zwischen den Sandkonglomeraten aufgrund äußerer Prozesse (Wasser und Wind) zustande kommt. In der unmittelbaren Nähe wurde ein Rastplatz mit Tischen, Bänken und einer Informationstafel „Streckenabschnitt des Guadalhorce Flusses im Gaitanejo“ errichtet. Hier kann man sich einige Minuten ausruhen und dabei die zahlreichen Vögel beobachten und ihrem Gesang lauschen, darunter auch den ersten Aasgeiern, die auf den Gipfeln nisten. Der Weg bergab geht durch ein Gebiet mit dichter Vegetation, darunter vor allem Latschenkiefern, Sade- und Eukalyptusbäume, Weiden und Eschen sowie Dickicht aus Zwergpalmen, Thymian, Dornenbüsche, usw. bis man zum Flussbett gelangt, wo die Ufervegetation überwiegt.

Ähnlich wie der Gotische Bogen, aber nicht so spektakulär sind die anderen Tafonis, die  in den Gebirgsausläufern der Sierra Parda vorkommen und denselben erosiven Ursprung haben. In der Nähe befinden sich Überreste alter Felsenhäuser (die sogenannten Pardas Höhlen), bei deren Bau eben diese Aushöhlungen der Tafonis genutzt wurden. Über viele historische Epochen hinweg wurden sie besonders von Bauern und später dann bis Mitte des 20. Jahrhunderts von den Arbeitern am Wasserkraftwerk bewohnt.

El Caminito del Rey. Paraje natural

 

Der Tunnel und die Tafonisbrücke

Sowohl für seinen Bau als auch für die Wartung und Versorgung der gesamten Infrastruktur des Gaitanejo-Wasserkraftwerk (Talsperre, Zentrale, Kanal, Klettersteige, usw.) musste in der Nähe der Gaitanejo Talsperre ein Zugang gebaut werden, zu dem auch dieser Tunnel und die Brücke gehört. Bei seinem Bau auf dem Fundament eines kleinen Hügels wurden die Öffnungen und natürlichen Höhlen genutzt. Beim Verlassen des Tunnels und nach der ersten Kurve nach der Brücke bleibt man stehen und schaut zurück, um den interessanten Komplex der Tafonis zu betrachten, an der Stelle, wo sich die Tunnelöffnung herausgebildet hat. Diese besteht aus vier großen Öffnungen, zwei von ihnen ziemlich gleichmäßig und fast willkürlich übereinanderliegend.

Zweifelsfrei ist die Toponymik oder der Name der Orte von ganz besonderem Interesse und bezieht sich normalerweise auf die Beschreibung von etwas, das mit dem Ort in Verbindung steht. So bezieht sich der Name „Los Gaitanes, Gaitanejo Schlucht oder Gaitán Steilwand“ auf die alte Bezeichnung „Gaitán oder Gaitanes“, also auf die Raubvögel, die über diese Gegend durch die Lüfte zogen, ganz besonders der Bartgeier. Im Frühling und Sommer kann man häufig Vögel in der engen Schlucht nisten und fliegen sehen.

Túnel y puente de los Tafonis. Zona de acceso a El Caminito del Rey por pista de Gaitanejo