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Eingangsbereich Shuttelbushaltestelle/Parkplatz Restaurant El Kiosko

Eingangsbereich Shuttelbushaltestelle/Parkplatz Restaurant El Kiosko

Aufgrund ihrer Schönheit und geschichtlichen Bedeutung haben wir uns entschieden auf einige Orte in dieser Gegend näher einzugehen.  Wir beziehen uns auf:

Shuttlebushaltestelle/ Parkplatz Restaurant El Kiosko

Der Shuttelbus hält an verschiedenen Haltestellen, die letzte ist das Restaurant El Kiosko. Hier gibt es verschiedene Parkplätze (einer davon ist kostenpflichtig), und in unmittelbarer Nähe, ein Erholungsgebiet mit einem Campingplatz, Wassersportmöglichkeiten sowie ein Ausflugslokal. Weiterhin gibt es hier auch ein Restaurant, ein Café, Getränkeautomaten, eine öffentliche Toilette, etc. , die man nutzen kann, bevor man die Wanderung beginnt, die einige Stunden dauern kann. Dieser Ort liegt am nächsten zum Kontrollhäuschen am Nordeingang und somit ebenfalls am Startpunkt der zwei Wanderwege, die zum Gaitanejo Stausee, dem offiziellen Eingang des Caminto del Rey führen. Einer von ihnen ist 2,7 km und der andere 1,5 km lang..

Von der Bushaltestelle kann man den 1. Tunnel sehen, der sich auf der Rückseite des Stausees befindet.  Nachdem man ihn durchquert hat, beginnt die erste, 2,7 km lange Strecke zum Eingang des Caminito del Rey. Auf der rechten Seite, ein wenig weiter oben, befindet sich ein kleinerer Fußgängertunnel, von dem auch man auch das Kontrollhäuschen erreicht. Dieser ist jedoch nur 1,5 km lang.  Zuletzt trifft man nach wenigen Metern auf den Luis Morales Aussichtspunkt, von dem aus man wunderschöne Panoramaaussichten über den Stausee Conde de Guadalhorce hat.

Dieser Wanderweg liegt in einer einzigartigen Naturlandschaft und führt an drei großen Stauseen, dem als erstes gebauten Conde de Guadalhorce (Graf des Guadalhorce), Guadalhorce und Guadalteba entlang, bis man schließlich den Gaitanejo Stausee erreicht.  Die Umgebung am Stausee Conde de Guadalhorce ist ein beliebtes Ausflugsziel, um zu picknicken, zu campen (Campingplätze sind gekennzeichnet) und verschiedenen Wassersportaktivitäten nachzugehen.

Parada autobús junto Rest. El Kiosco. Caminito del Rey

 

Kleines Dorf am Graf des Guadalhorce Stausee

Direkt neben dem Stausee El Chorro (Ardales) siedelten sich die Arbeiter (darunter viele Fischer) und ihre Familien an, die am Bau des Wasserkraftwerks mitarbeiteten.  Die Arbeiter benötigten mit ihren Familien eine Unterkunft in der Nähe der Talsperre, des Kanals und dem Klettersteig (dem zukünftigen Caminito), die alle vom Chefingenieur Rafael Benjumea entwickelt wurden, und so entstand das kleine Dorf am Stausee von Ardales. Hier gab es ein Gebäude, das sowohl Schule als auch Kapelle war, sowie einen betriebseigenen Lebensmittelladen in der Kantine, wo die Familien ihre Grundnahrungsmittel kaufen konnten. Es gab außerdem weitere Siedlungen am Stausee El Salto, dem Wasserkraftwerk von El Chorro und am Ausgang der Desfiladeros Schlucht (Álora). Auch diese verfügten über eine Kapelle, einen Lebensmittelladen, Wohnungen und Büroräume.  Es wurden nur zwei Unfälle mit Todesfall beim Bau aller Wasserkraftwerke der Gegend verzeichnet..

Wer war Rafael Benjumea Burín (1876-1952)? Er war ein Ingenieur, der die Talsperre El Chorro (später auch zu seinen Ehren Conde de Guadalhorce genannt) erbaute. Der Titel Graf von Guadalhorce wurde ihm vom König Alfonso XIII. aufgrund seiner architektonischen Heldentat verliehen, denn er baute nicht nur das Wasserkraftwerk, sondern auch den Kanal, die Brücken, die Siedlungen für die Arbeiter und ihre öffentlichen Infrastrukturen, sowie Büros, Lagerräume, Wohnungen, Kirchen, etc. Später wurde er Leiter des Ministeriums für öffentliches Bauwesen.

Die Talsperre sollte nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die Mulde von Málaga (Hoya de Málaga) und ihr 50 x 20 km großes fruchtbares Land bewässern, das inmitten des Guadalhorce Flusstales (auf arabisch rio de trigo, Getreidefluss) liegt. Die Talsperre regelte auch die Wassermenge für das Wasserkraftwerk El Chorro, das zu dieser Zeit je nach jahreszeitlich bedingten Regenfällen funktionierte. Die größte Erfindung war jedoch der Einsatz elektrischer Maschinen (Lenzpumpen, Betonmischer, Kräne, usw.), die mit Strom vom Wasserkraftwerk bedient wurden. Während des 1. Weltkrieges war der Zement knapp, um dennoch das 20 Meter unter das Flussbett reichende Fundament bauen zu können, errichtete man große Säulen aus Mauerwerk für die Kräne.

Iglesia escuela pantano Conde de Guadalhorce. Ardales

 

Der Komplex des Königsthrons

Eines der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, die man in der Umgebung der Stauseen besichtigen kann, ist der sogenannte Königsthron. Dabei handelt es sich um einen Komplex mit zwei Bänken, einem Sessel und einem Tisch (alles aus Stein), an dem der König Alfonso XIII. die Fertigstellungen der Bauarbeiten des Graf des Guadalhorce Stausees (Conde de Guadalhorce) unterschrieb. Der ursprüngliche Komplex lag weiter unten, wurde jedoch 1944 auf einem halbkreisförmigen Bogen errichtet und liegt deshalb höher. Im vom König unterzeichneten Dokument lesen wir die folgenden Sätze:  „Während der Herrschaft von König Alfonso XIII. wurden am 21. Mai 1921 die Bauarbeiten am El Chorro Stausee abgeschlossen, war es die erlauchte Hand des Königs, die den letzten Stein setzte, und diejenigen, die ehrenvoll dieses Dokument unterzeichnet haben, beten für sein wichtiges Leben.“

Am 21. Mai 1921 legte der König Alfonso XIII. unter gewitterähnlichen Regenfallen den letzten Stein dieses beeindruckendsten Stausees. Merkwürdigerweise handelte es sich bei diesem letzten Stein, um einen sogenannten holivela, identisch mit denen, die die römischen Ingenieure für ihre Bauwerke benutzten. Der Steinsessel und –tisch wurden errichtet, um der Einweihungszeremonie noch mehr Glanz zu verleihen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass ein Weg errichtet werden musste, den die Arbeiter benutzten konnten, um einen Wasserkanal zu bauen, der von den nördlichen Stauseen (zuerst vom Graf des Guadalhorce Stausees) bis zum El Chorro Stausee führte. An dieser Stelle wurde aufgrund des Gefälles und den damit erreichten Wassergeschwindigkeiten ein Wasserkraftwerk gebaut. Nachdem der König Alfonso XIII den Klettersteig zum Werk besichtigt hatte, wurde dieser von nun an El Caminito del Rey (der Königspfad) genannt.

Sillón del Rey, Ardales. Embalse Conde de Guadalhorce

 

Der Luis Morales Aussichtspunkt

Bei dem Luis Morales Aussichtspunkt handelt es sich um ein Areal mit einige kleinen Treppenstufen und einem kleinen, leicht erhöhten, kreisförmigem Bauwerk auf dem Parkplatz. Von hier aus hat eine spektakuläre Aussicht auf das einzigartige Ingenieurshaus oder „Administrationshaus“ mit seinem Speisesaal, seinem Anlegesteg und über den Stausee. Der Chorro Stausee, der später Graf des Guadalhorce Stausee genannt wurde, wurde als erster gebaut (1924 und 1944 vergrößert), um Strom zu erzeugen und die Bewässerung des Guadalhorce Tals regulieren und damit die Anbaubedingungen zu verbessern.

Kurz danach (1927) wurde auch der Bau der Gaitanejo Talsperre flussabwärts fertiggestellt und dann, zwischen 1966 und 1973, beendete man auch den Bau der Stauseen Guadalteba und Guadalhorce. Vom Aussichtspunkt der Stauseen (Mirador de los Embalses), der vom Restaurant El Mirador leicht zu erreichen ist, hat man privilegierte Aussichten über die Stauseen und die umliegende Gegend.

Vom Königsthron kann man das Haus des Ingenieurs erblicken, das vom Ingenieur Rafael Benjumea genutzt wurde und das heute für die Besucher nicht zugänglich ist. Das Gebäude steht auf der Halbinsel des Stausees, gegenüber vom Dorf, vor der Hintergrundkulisse der Felder von Ardales und dem Alcaparaín Gebirge und ist folglich aufgrund seiner Lage, aber auch seiner Form ein idyllischer Ort. Die umliegenden Gebäude (Gartenlaube, die Treppenstufen und der Anlegesteg) vervollständigen den einzigartigen Blick auf das Haus. Hier fand zu Ehren von König Alfonso XIII. am Tag der Einweihung des Stausees (21. Mai 1921) ein großes Bankett statt.

Das Haus wurde von Rafael Benjumea (1920) entworfen und besteht aus zwei Stockwerken und drei Gebäudeteilen. Die beiden ersten befinden sich auf derselben Ebene und sind von grünglasierten Dachziegeln bedeckt. Auf dem Dach befinden sich lange Schornsteine mit Abdeckungen. Auf dem dritten Gebäudeteil gibt es eine Terrasse mit einem breiten Eisengeländer, von der aus man wunderschöne Aussichten hat. Die Fassade besteht aus einem gradlinig verlaufenden Kramsgesims, das die Teilung der Stockwerke verdeutlicht. Die Fenster sind vertikal, rechteckig und enden in einem Segmentbogen. Auf der rechten Seite gibt es weiter oben ein rundes, grün umrandetes Fenster. Besonders schön sind auch die Gärten, Laubengänge, Treppen und der Anlegesteg.

Mirador Luis Morales. Pantano Conde de Guadalhorce. Ardales